Was wäre, wenn Nutzer nie wieder nachfragen müssten, wie etwas funktioniert?
Roger Graf
Senior UX Designer aus Aachen
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Ich gestalte seit über 8 Jahren digitale Erfahrungen im B2B-Umfeld — bei einer Softwarefirma in Aachen, heute als Senior UX Designer bei DMG MORI in Bielefeld.
UX war für mich keine Karriereentscheidung, sondern eine Erkenntnis. Ich habe schon immer gespürt, wenn Dinge nicht funktionieren. Was mich täglich antreibt: Empathie, der echte Wunsch zu helfen, und die Überzeugung, dass Sprache genauso wichtig ist wie Pixel.
Ich fange nicht mit Lösungen an. Ich fange mit Menschen an — ich spreche mit ihnen, beobachte sie, höre zu. Echtes Verstehen entsteht nicht am Schreibtisch.
Daten, Verhalten und Kontext ergeben zusammen ein Bild. Ich übersetze Nutzerbedürfnisse in klare Anforderungen — und bringe alle ins Boot.
Ich visualisiere früh, prototypiere schnell und hole Feedback ein, bevor es teuer wird. Gutes Design ist klar, zugänglich und funktioniert — auch ohne Erklärung.
Ich teste mit echten Nutzern, messe Erfolg und Misserfolg, dokumentiere Erkenntnisse und iteriere. Fertig ist eine Lösung erst, wenn sie wirklich funktioniert.
Ich grabe tiefer, bevor ich eine Lösung vorschlage. Die beste Designentscheidung beginnt mit der unbequemen Frage, ob man das Richtige löst — nicht nur ob man es richtig löst.
Nutzer ernst nehmen bedeutet nicht, ihnen immer recht zu geben. Es bedeutet, ihre Frustrationen, Motivationen und Ziele wirklich zu verstehen — und dann mutige Entscheidungen zu treffen.
Ein Button-Text, eine Fehlermeldung, ein Onboarding-Satz — Sprache formt Wahrnehmung, steuert Verhalten und baut Vertrauen auf. UX Writing ist kein Schritt am Ende, sondern Teil jeder Designentscheidung.
Accessibility ist keine Checkliste. Es ist eine Haltung. Inklusive Entscheidungen treffe ich beim ersten Wireframe — nicht nachdem alles fertig ist.
Nachhaltige Lösungen entstehen im Dreieck aus Nutzerbedürfnissen, Business-Zielen und technischer Machbarkeit. Wer einen Faktor ignoriert, designt an der Realität vorbei.
Ich bleibe offen für Veränderung, suche aktiv neue Perspektiven und höre nie auf zu lernen. Aktuell beschäftige ich mich damit, wie KI unsere Profession verändert — und was das für meine Arbeit bedeutet.
„Das Beste ist der Feind des Guten — aber das Gute ist oft nur der Anfang. Ich glaube an Iteration, nicht an Perfektion. Und ich glaube, dass man durch Reibung wächst, nicht durch Harmonie.“
Certified Professional for Usability and User Experience — international anerkannte Zertifizierung für UX-Profis.
Kontinuierliche Weiterbildung in UX, Interaction Design, Research, Accessibility und angrenzenden Disziplinen.
Mentor für UX-Einsteiger. Aktiv in den Arbeitskreisen Nachwuchsförderung und UX Writing — weil die Profession von denen lebt, die sie weitergeben.
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